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Mit ersten kleinen MVPs zum ersten Verkauf und mehr Unabhängigkeit

Mai 10, 2020

Die Wahl des richtigen und ersten MVPS fällt schwer

Wer das Buch Lean Startup gelesen hat weiß was es heißt den Build – Measure –Lern Loop anzuwenden. Es sollen schnell MVPs gebildet werden, das im Anschluss hypothesenbasiert getestet und umgesetzt wird. Ein bestimmendes Motto dabei ist: Thing big, fail fast fail cheap!

Mit diesem Mindset im Kopf haben wir begonnen ein erstes MVP zu bilden, dass in unserem Fall nicht technologisch war. Die Sache mit dem MVP ist ja die: viele denken dabei immer direkt an die große Softwarelösung die automatisiert alles abbildet, was an must-have Features benötigt wird. Wäre dies das erste MVP würdet ihr jedoch nicht nach Lean Startup handeln!

Warum ist das so? Wenn ihr an dem Punkt angekommen seid, an dem eure Software alle must-have Features beinhaltet habt ihr in der Regel bereits viel Zeit und vielleicht auch Geld investiert. MVPs können jedoch in den unterschiedlichsten Varianten und Ausprägungen vorkommen, zum Beispiel, als nicht Technologiebasierte Variante.

Comming Soon, Concierge, Wizzard und MVP – vier Ausprägungen ein Ziel

Beim Comming Soon MVP, von einigen auch als Landigpage MVP bezeichnet, geht es darum zu zeigen, dass es euer Produkt bald geben wird. Dies wird gemacht, um das grundsätzliche Interesse daran aufzuzeigen oder ein erstes Feedback einzusammeln. Dafür könnt ihr den Interessenten bspw. eine Eintragung in euren Newsletter ermöglichen, oder die Click- und Absprungraten auswerten. Mit diesem einfachen MVP könnt ihr bereits in einer frühen Phase, dass Interesse aufzeigen.
Beim Concierge MVP wird die eigentliche Dienstleistung analog und nicht digital abgewickelt. Mit dieser Variante ist bspw. Air BnB gestartet. Sie habe während einer Konferenz Betten in privaten Haushalten vermittelt.
Beim Wizzard wird nach außen eine automatisierte Dienstleistung gezeigt und lediglich im Hintergrund laufende Teilbereiche sind noch nicht automatisiert und werden händisch durchgeführt. Dadurch wirkt das Produkt nach außen jedoch bereits vollautomatisch und vollständig.
Das sogenannte MVP ist jenes Produkt, welches bereits ein kleines abgespecktes Featurespektrum vom Produkt enthält und dementsprechend bereits an erste Kunden verkauft wird. Es ist bereits sehr weit fortgeschritten und ausgereift.

Das erste MVP ein kleines vielleicht analoges Teilstück?

Wie ihr an den MVP Varianten merkt, nehmen diese immer weiter an Komplexität zu. Auch wir haben mit einem Concierge MVP begonnen und unsere Leistungen zunächst alle Analog angeboten. Dadurch konnten wir zusammen mit den Kunden ihre Bedürfnisse und auch die größten Probleme erfassen. Diese wählten wir als Ausgangspunkt für unser technisches oder vielmehr Wizzard MVP. Die Durchführung dieses Concierge MVPs ermöglichte uns darüber hinaus auch das Erzielen von ersten Einnahmen, die uns helfen sollten die weiteren Schritte zu finanzieren und unsere Unabhängigkeit zu stärken. Wenn ihr also überlegt, wie eure erste Lösung aussehen könnte überlegt vielleicht auch, ob es Dinge gibt mit denen ihr bereits jetzt Umsätze erzielen könntet und die euch helfen eure Kunden besser zu verstehen, um im Anschluss daraus eine digitale Lösung zu bauen. Dadurch könnt ihr auch früh aufzeigen, dass ihr den Product-Market FIT erreicht habt.

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